Holz speichert Kohlenstoff. Die Wiederverwendung verlängert diesen Vorteil.
Während seines Wachstums nimmt der Baum CO₂ aus der Atmosphäre auf. Nach der Nutzung im Bau bleibt dieser Kohlenstoff langfristig gespeichert. Wird ein Bauwerk jedoch ohne Wiederverwendung zurückgebaut, wird dieser Speicher unterbrochen.
Die Wiederverwendung von Holz folgt einem nachhaltigen Ansatz: Sie verlängert die Kohlenstoffspeicherung – teilweise um mehrere Jahrzehnte – und integriert bestehende Materialien in neue Nutzungskreisläufe. Damit stellt sie einen konkreten Hebel zur Erreichung der Klimaneutralität dar.
Allerdings erfordert die Wiederverwendung eine präzise Vorgehensweise. Diagnose, Charakterisierung und ein tiefes Verständnis der Materialeigenschaften sind entscheidend. Altes Holz kann hervorragende Eigenschaften aufweisen, aber auch unsichtbare Schäden oder Schwächen enthalten.
Seit über 40 Jahren unterstützt SYLVATEST diesen Prozess. Dieses zerstörungsfreie Prüfverfahren ermöglicht eine präzise Analyse von Holzstrukturen, macht ihre mechanischen Eigenschaften sichtbar und unterstützt fundierte Entscheidungen. In Kombination mit Fachwissen entsteht ein nachhaltiger Kreislauf: weniger neue Materialien, geringere graue Energie, gespeicherter Kohlenstoff und langlebige Bauwerke.
Diese Vision ist nicht neu. Bereits zur Expo.02 wurden rund 50.000 m² Decken mit O’Portune-Lösungen wiederverwendet – ein frühes Beispiel für nachhaltiges Handeln.
In diesem Zusammenhang findet am 18. Juni in Juillan eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Di2cb und Pyrénées Charpentes statt. Im Mittelpunkt stehen strukturelle Diagnostik, Wiederverwendung von Holz und Low-Carbon-Ansätze, getragen durch den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen.
Praktische Informationen:
•Datum: 18. Juni 2026, 18:00 Uhr
•Ort: Restaurant L’Aragon, Juillan
•Teilnahme: kostenlose Anmeldung mit Apéro (begrenzte Plätze, Anmeldeschluss 28. Mai)
Klimaneutralität bedeutet auch, das Beste aus bestehenden Ressourcen zu machen.